Gebiet


Bewohner - und Sozialstruktur

Im Quartiersmanagementgebiet Mariannenplatz leben 5.680 Einwohner. Das sind knapp 30% der Bevölkerung des Sozialraumes III.

Im Vergleich zu Berlin und Kreuzberg weist das Gebiet einen überdurchschnittlich hohen - insbesondere türkischen - Migrationsanteil auf. Der statistische Ausländeranteil liegt bei 41,11%. Er erfasst jedoch lediglich die Personen ohne deutschen Pass. Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund ist mit 69,8% deutlich höher.

Es handelt sich um einen sehr jungen Kiez. Über die Hälfte der Bewohner sind jünger als 35 Jahre. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist mit 26,1 % deutlich höher als der Berliner Durchschnitt von 11,7 %.

Viele Bewohner finden wegen geringen Bildungschancen, mangelnder deutscher Sprachkenntnisse oder aus anderen Gründen keine Arbeit. Der Anteil der Familien mit Kindern und Jugendlichen, die auf ALG II angewiesen sind, ist hoch. Die Arbeitslosenquote liegt bei 14,7 %, die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 10,8 % deutlich über dem gesamtstädtischen Wert.

 

Wohnumfeld

Das Gebiet Mariannenplatz liegt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im ehemaligen SO36. Es zeichnet sich durch eine gute Verkehrsanbindung aus (U-Bahn und Bus) und ist trotzdem relativ verkehrsarm. Durch seine wenig exponierte Lage kann dieser Teil des SO36 als eine vergleichsweise ruhige Wohngegend bezeichnet werden. Das weitläufige Bethaniengelände mit dem Mariannenplatz trägt als vielseitig nutzbare Grünfläche zu einem positiven Lebensgefühl bei. Am Anfang des Mariannenplatzes schließt sich ein Rondell, der Feuerwehrbrunnenplatz, an.

Das Gebiet weist mit 300 EW/ha eine hohe Bewohnerdichte auf. Es umfasst insgesamt fünf Blöcke, davon bilden drei die Großsiedlung Mariannenplatz. Die Großsiedlung besteht überwiegend aus sozialem Wohnungsbau aus den 70er Jahren, sie enthält jedoch auch Altbaubestand. Ein weiterer Wohnblock umfasst ausschließlich Altbaubestand. Der fünfte Block setzt sich aus den Schulgeländen zweier Grundschulen und einigen Wohngebäuden (Neubau) zusammen.

Das äußere Erscheinungsbild der Blöcke ist vielfältig – wie die Sichtweisen darüber. Beispiel Graffiti: Die Einschätzungen reichen von Sachbeschädigung über Kunst bis hin zu farbiger Belebung grauer Betonwände. Der größte Teil der Wohnungen befindet sich im Besitz der Wohnungsbaugesellschaft „degewo“.
Um den Mariannenplatz befinden sich kleine Einzelhandels-, Dienstleistungsbetriebe, Kneipen und Cafes, mehrere Zeitungskioske, eine Apotheke, ein Hotel, eine Bäckerei, ein Supermarkt. Der Großteil der Gewerbetreibenden ist türkischer Herkunft. Die Gewerbestruktur ist mehrheitlich auf den täglichen Bedarf der Anwohner ausgerichtet.