Quartiersmanagement – Was ist das?
Das Programm „Soziale Stadt“
Durch das Programm Soziale Stadt werden in vielen deutschen Städten so genannte „Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf“ unterstützt.
Es handelt sich um Kieze, in denen sich soziale Probleme häufen:
- Soziale Faktoren: hohe Arbeitslosigkeit, hoher Grad an Abhängigkeit von Transferleistungen, hoher Anteil von Anwohnern mit Migrationshintergrund
- Defizite in der Infrastruktur (Wohnungen und Wohnumfeld)
- stagnierende Wirtschaft bis hin zum Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten (oftmals steigender Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen)
Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung. Es fehlt an Kommunikations- und Selbstorganisationsstrukturen. Dabei gibt es ungenutzte Chancen und Potenziale der Menschen und der Örtlichkeiten in den Stadtteilen. Sie zu wecken, ist ein Anliegen des Programms und hat bisher gute sowie vorzeigbare Erfolge gezeitigt, wie ausgewählte Nachrichten aus den Quartieren belegen. Ziele des Programms sind die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen sowie die wirtschaftliche und soziale Stabilisierung.
Quartiersmanagement
Um das Programm umzusetzen, gibt es in den geförderten Gebieten Quartiersmanagement-Teams. Dabei ist es ein zentrales Anliegen, dass die im Gebiet lebenden und arbeitenden Menschen aktiv an der Gebietsentwicklung mitwirken und Verantwortung für ihren Kiez übernehmen. Zur Durchführung von bewohneraktivierenden Projekten und soziokulturellen Maßnahmen stehen Gelder aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung.
Das QM-Team ist Ansprechpartner vor Ort. Es unterstützt die Bewohner, sammelt Ideen, vernetzt die Menschen und Initiativen und organisiert den Prozess der Stärkung des Kiezes. Koordiniert wird das Vorgehen in gemeinsamen Steuerungsrunden mit Vertretern der Senatsverwaltung und des Bezirksamtes.
Aufgrund lokaler Stärken-Schwächen-Analysen der Gebiete entwickeln die Quartiersmanager in Zusammenarbeit mit den Vergabejurys (Quartiersrat und Aktionsrat) und den lokalen Akteuren gebietsbezogene, integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzepte (IHEK), die jährlich fortgeschrieben werden.
Unsere Aufgaben
- Aktivierung der Bewohner
- Stärkung der Selbsthilfepotentiale
- Förderung des Dialogs im Kiez
- Vernetzung der Bewohner, Initiativen und Projekte
- Stärkung vorhandener Ressourcen
- Annahme von Impulsen aus dem Kiez
- Beratung bei Projektideen
- Organisation der Mittelvergabe
Unsere Ziele und Perspektiven
- Aktive Bürger, deren Engagement zu positiven Veränderungen beiträgt
- Angebote, die auf die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sind
- Ein Kiez, in dem die Bewohner gerne leben
- Ein aufgeschlossenes, nachbarschaftliches Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Biografien
- Nachhaltige Strukturen
Antragsformular Aktionsfonds QF1




